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Zugreise und Roadtrip – Gold und Exilinsel Sado (Niigata)

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Go outdoors Sado
Von Aizu-Wakamatsu nahm ich die Tadami Line via Koide Station nach Niigata. Von dort machten wir einen Tagesausflug auf die Insel Sado, wo wir mit einem Mietwagen die Insel erkundeten. Entlang der Küste bestaunten wir Felsformationen und einige orangegelbe Lilien.

Inhaltsverzeichnis

Aizu-Wakamatsu

Nachdem ich aus Kami-machi angereist war, hatte ich noch etwas Zeit um die Burg Tsuruga-jo bzw. Aizu-Wakamatsu zu erkunden. Neben der geschichtsträchtigen Bedeutung als Bastion zeichnet sie sich als einzige Burg Japans rot geziegeltem Dach aus. Anschließend schlenderte ich durch die Stadt zum Bahnhof, wo ich gemeinsam mit meinen Eltern die Tadami Line nahm.

Tadami Line – Ausblick auf Landschaft und japanisches Landleben

Die Tadami Line führt mehrere Stunden durch wenig besiedelte Landschaft. Im Zug kamen wir mit einer Reisegruppe ins Gespräch, welche zusammen Langdistanzläufe unternimmt. Das Wetter war trüb und regnerisch.

Die Zugfahrt hat mir insgesamt gefallen, obwohl ich sagen muss, dass ich bereits schönere Landschaften aus dem Zug in Japan gesehen habe und diese Strecke wohl etwas besser vermarktet wurde. Die Strecke würde ich nicht allein wegen der Zugfahrt empfehlen, sondern nur, wenn sie die gewünschten Reiseziele verknüpft.

Tagesausflug nach Sado

Am nächsten Tag ging es früh morgens mit der Fähre von Niigata auf die Insel Sado, welche die größte Insel in der Japanische See ist. Wir mieteten uns ein Auto, um den nördlichen Teil der Insel zu erkunden.

Zunächst ging es entlang der Osado Skyline. Wir stoppten an mehreren Aussichtspunkten und passierten den höchsten Punkt von Sado mit 942 Metern. Auf der Route lag ebenso der Otowa Teich. Um diese Zeit war es wunderschön anzusehen wie die Farbe der Baumblätter mit der Oberfläche des Teichs verschmelzt.

An den Goldminen wollten wir keinen Halt machen, sahen uns aber kurz eine ehemalige Aufbereitungsanlage in Aikawa an. Bei den Meotoiwa Felsen konnten wir eine spektakuläre Spiegelung im klaren Wasser sehen. Nach einem leckeren Mittagessen fuhren wir weiter entlang der Küste Richtung Norden.

Wir stoppten an verschiedenen Stellen auf dem Weg, sahen einen Felsen in Form eines Löwenkopfs und erreichten schließlich Onogame. Dabei handelt es sich um ein Naturgebiet, welches ein Wahrzeichen Sados mit einem 167 Meter hohen ins Meer ragenden Monolith ist. Jedes Jahr von Mitte Mai bis Anfang Juni blüht an diesem Ort Japans größte Ansammlung der Tobishima-Kanzo (Amur-Taglilie). Da wir am Anfang dieses Zeitraums dort waren, konnten wir erst vereinzelt orangegelbe Lilien bestaunen.

Die Zeit war rasend schnell vergangen und wir mussten uns zügig auf die Rückfahrt begeben, um unseren Mietwagen rechtzeitig abzugeben. Daher hatten wir keine Zeit mehr am Futatsugame Strand an der nördlichsten Spitze der Insel Sado zu stoppen. Je nach Gezeiten kann hier zu einem Felsen vor der Insel gelaufen werden. Es ist auch der Ort, an dem sowohl der Sonnenaufgang als auch der Sonnenuntergang im Meer zu sehen ist.

Bevor es mit der Fähre zurückging, erkundeten wir das kleine Dorf und stärkten uns mit Abendbrot.

Aussicht über Niigata und Rückfahrt durch Yamagata

Am nächsten Morgen genossen wir die Aussicht über Niigata vom Bakauke Observation Deck. Meine Eltern begaben sich Richtung Tokyo und ich trat die längere Rückfahrt durch Yamagata an.

Erneut konnte ich die schöne Landschaft genießen. Ein Teil der Strecke wird leider durch einen Ersatzbus zurückgelegt, weil eine Bahnstrecke nach Erdrutschen erneuert werden muss. Ebenso fuhr ich mit dem Flower Liner (Flower Nagai Line) YR-880 series DMU. Diese Strecke ist sicher im Frühling zur Kirschblütenzeit sehr schön.

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